Hitzewelle

Wie wir es ahnten hat es sich nicht ganz bestätigt. Das Frühstücksbuffet bestand zwar dennoch aus Koffein und Fett, aber dazu gab es wenigstens noch Weißbrot in Form von Toast statt nur Baguette. Sagen wir mal so, dass Hotel hat hier noch Optimierungsmöglichkeiten. 🙂

Nachdem ausgiebigen Frühstück legten wir unsere dickeren Sachen ab und machten uns auf den Weg zu Napoleon.


Wir suchten in der total überfüllten Innenstadt einen Parkplatz. Vor und hinter uns rasten die Zweiräder unkontrolliert – so ist es – neben Autos hin und her und Fußgänger springen hektisch um/auf/weg von Straßen.

Wir erstaunen mittlerweile immer wieder, wenn wir ein Auto ohne größere Defekte sehen. Ach ja Defekt, wir erinnern uns an gestern. „Krater“
Nun haben wir am Roadster auch die Schmutzschutzteile verloren, dank des Kraters. BMW wird es freuen, dass wir Abnehmer von Ersatzteilen sein werden, aber erst in Deutschland. So langsam fragen wir uns warum wir vorher die großen Wartungen, TÜV und Maßnahmen durchgeführt haben. Schließlich wird der Doktor nach der Reise wieder Hand anlegen müssen.

So zurück zu den Parkplätzen…wir haben vorsichtshalber mal die „Pizza Akademie“ fotografiert, damit wir den Rückweg finden.

Auf dem Programm standen neben dem Hafen natürlich noch die anderen Sehenswürdigkeiten. Alles dreht sich natürlich um den Bonapartehype. Auffällig waren die vielen Deutsche die heute auf einmal an den ganzen Sehenswürdigkeiten herum turnen. TURNEN im wahrsten Sinne des Wortes – peinlich.

Nun ja so besuchten wir auch die Touristenmagnete.
Den Platz Place d’Austerlitz mit dem Denkmal für Napoleon und dessen Siege.
Place Foch – Napoleon Bonaparte auf dem Brunnen der vier Löwen und natürlich sein Geburtshaus.

Der weitere Weg führte uns an die Cathedrale. Dort standen auf einmal Esel und waren die Fotohighlights.

Wir bogen geschwind um die Ecke und sahen den Grund für die Vielzahl der dortigen Urlauber aus Deutschland. Es lachte uns die AIDA perla an. Ganz schön mächtig dieses Schiff und der Hafen damit auch voll.

An machen Tagen sind sogar die Franzosen geschwind wie der Wind – vor allem wenn kaufwillige Kreuzfahrgäste angelegt haben. So möchten die Landsmänner noch den rollenden Rubel auf dem extra, vor dem Schiff, aufgebauten Markt abgreifen. Die Touris haben dankend den Markt angenommen und dessen Köstlichkeiten genossen – Paninni für 7.50 Euro – man ist ja nur einmal in Frankreich 😉

Wir waren jetzt so richtig von der Hitze durch geschmolzen und traten mit Sonnenbrand den Rückweg an. Dank Foto von dem Parkplatz führte uns Google sicher zurück zum Wagen.

Am Hotel angekommen sammelten wir wieder Energie und machten uns auf den Weg das direkte Umland zu erkunden.
Es führte uns über Schotterwege in die Gebirgszüge hinein und ein Dorf kam zum Vorschein. Ein Dorf mit wenigen Häusern, die sich hinter hohen Mauern mit elektrischen Toren verstecken. Abseits vom Nichts lukten wir auf englischen Rasen und imposante Gebäude. Wir zogen hinauf und genossen die untergehende Sonne über dem Meer vom Berg. Danach stand der Rückweg an und da geschah es. Ein Tor von so einem Gebäude war geöffnet. Wir sahen Garagen in Fels gemauert und hörten ein leises surren. Das Surren entpuppte sich rasant mit einem Mann um die 50 Jahre in einem Neoprenanzug auf einem neuwertigen Golfcar. Er schaute uns kurz an und zog weiter zu seiner Yacht im Hafen. Das elektrische Tor schloss sich wieder und wir hoffen nicht das wir ein Autogramm verpaßt haben.

Unsere Knüste an der Küste scheint beliebt bei wohlhabenden Menschen zu sein. Tarnung hinter Büschen und Mauern ist hier easy.

Laune: Trotz Sonnenbrand sehr gut