Hallo Napoleon

Knüste ist wie Küste nur ohne N. So ähnlich wohnen wir hier auf Korsika.

Nun fangen wir bei dem spektakulären Morgen an. Unsere Abfahrt stand sehr früh auf dem Programm. Wir ließen Budino um 3 Uhr hinter uns um 120 Minuten vorher an der Fähre zu sein. Unsere Fähre hatte als Startzeit 7 Uhr vorgesehen und so kamen wir auch um 5:20 Uhr dort an. By the way….6:30 Uhr Ankunft hätte locker gereicht (weiß man natürlich erst nachher).

Aber Moment mal…so einfach war das nicht. Die Moby Fähren Schilder existieren ab und an mal und so fuhren wir locker 20 Minuten Kreuz und Quer, da Garmin und Google Navis uns alle im Stich ließen. Unheimlich glücklich waren wir als die Fähre direkt vor uns auftauchte, aber niemand anderes – außer ein Wachmann. Der schaute außerdem noch grimmig und so falsch hofften wir nicht zu sein. Nachdem hin und her war der Mann doch ganz nett und ist einfach nur schon 17h auf den Beinen. Den Trubel beim parken lassen wir jetzt mal außer acht – wir finden er hat auch schlecht gezeigt wie herum und auf welche Spur.

Wir durften dann wieder in die Poleposition auf die Fähre.

Es war schon lustig, dass für 10 Personen und 3 PKW mit einem Motorrad eine ganze Fähre in Gang gesetzt wird, aber so genossen wir die Fahrt bei Tee und Cappuccino. Dank Gesprächen auch günstiger als normal…Englisch geht halt auf der Fähre ganz gut.

Die 50 Minuten Überfahrt von Italien nach Frankreich verging wie im Flug und so konnten wir das Einlaufen in den Hafen genießen. Der Zielhafen Bonifacio hat nämlich einiges zu bieten. Unser Auge hat spektakulär die Felskulisse aufgenommen und genauer die Kreidefelsen.

Der weitere Weg zum Hotel führte uns immer wieder entlang von Küstenstraßen über Berge (800m) und Täler. Wir holperten über Stock und Stein und unser Wagen fiel in das ein oder andere Schlagloch – Krater trifft es eher 😉 – und plötzlich stehen wir in Mitten einer Schafsherde. Willkommen auf dem Land.

Straße ist hier übrigens auch ein dehnbarer Begriff. Mal sind es wirklich ausgebaute Asphalt Stecken – wie man es in Deutschland kennt – aber häufig nur so etwas:

Sehr enge Schotterpisten – häufig mit Absturzgefahr auf beiden Seiten – und dazu noch mit Tempo 90 Gegenverkehr. Die Straßen empfinden wir mit einem Schmunzeln als landschaftlich wertvoll, die man einfach nur nicht befahren möchte.

Es dauerte 2.5h bis wir am Hotel angekommen sind. Das Hotel liegt etwas außerhalb, aber direkt am Strand dafür. Wir finden das Hotel schnuckelig,aber halt abseits der Städte. Eine idyllische Anlage direkt am eindrucksvollen Meer. Küste mit n = Knüste 😉

Nach einem ausgiebigen Mahl bei Burgerking für 18 Euro und einem Mittagsschlaf zog es uns dann noch hoch motiviert in die Innenstadt Adjaccio. Warum Burgerking und ausgerechnet wir…sagen wir mal Kostenreduktion….Lokale mögen gut sein, aber wer zahlt 19 Euro pro Gericht für Spagetti mit Tomatensauce? Irgendwie verstehen wir hier die Preispolitik nicht ganz, aber hegen die Hoffnung auf Durchblick.

Ajaccio ist vorne hui und hinten pfui bzw. wie Dr. Jackell und Ms. Hide. Zwei Welten prallen hier aufeinander. Die Yachten für Millionen (ggfs. Milliarden) stehen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben wir uns nicht getraut ein Foto von den Bruchbuden – Hochhäusern – zu machen, da wir Angst hatten einen über die Rübe zu bekommen. Deshalb nur ein Wackelbild beim Herausfahren aus der Stadt;-) Da waren die Häuser schon besser,aber auch das vermittelt Euch eine Vorstellung.

Am Hotel gibt es kleine Highlights die wir Euch die nächsten Tage vorstellen werden. Ein tolles Bild für’s Auge ist auf jeden Fall schon mal der fahrtaugliche Wagen:

Nun freuen wir uns auf das Frühstücksbuffet morgen früh und hoffen das es mehr als Fett und Koffein gibt – also mehr als Croissant und Kaffee. 😉

Laune: hervorragend trotz Stadt und langem Tag.